Taufe

Die Taufe ist die festliche Aufnahme eines Menschen in die christliche Gemeinde. Darum werden bei uns die Taufen innerhalb eines Gemeindegottesdienstes gefeiert.

Getauft werden können sowohl Erwachsene als auch Kinder. Bei einer Kindertaufe gehören Paten dazu. Sie sollen den Eltern helfen, das Kind im christlichen Glauben zu erziehen, und es bis zur Konfirmation begleiten. Bei der Konfirmation können die Kinder dann selbst „Ja“ zu ihrer Taufe sagen.

Bei der Taufhandlung gießt die Pfarrerin oder der Pfarrer Wasser über den Kopf des Täuflings. Das Ritual geht zurück auf die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer, die in der Bibel geschildert wird. Die Taufe ist ein Sakrament, das alle Christen miteinander verbindet. Sie ist im Leben eines Menschen einmalig und unwiderruflich.

Mit der Taufe wird man Christ und Mitglied der Kirche. Sie bleibt gültig, auch wenn jemand aus der Kirche austritt.

Unsere nächsten Taufsonntage in der Christuskirche sind:
2. Juni, 21. Juli, 25. August, 8. September, 13. Oktober

Hier finden sie ausführliche Informationen zu Taufe und Patenamt
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Mit den folgenden ausführlichen Informationen möchten wir Ihnen helfen, mehr über die Bedeutung und das Wesen der Taufe zu erfahren. Falls Sie überlegen, sich selbst oder Ihr Kind taufen zu lassen, hoffen wir, Sie hierbei zu unterstützen und einige Ihrer sicher vorhandenen Fragen klären zu können.

Wenn Sie auf Ihre Fragen in den folgenden Abschnitten keine Antwort finden, wenden Sie sich an ihre Pfarrerin oder ihren Pfarrer. Diese werden Ihnen gerne helfen.

Taufe

Um zur evangelischen Kirche zu gehören, muss man getauft sein. Nicht nur Neugeborene und Säuglinge, auch Jugendliche und Erwachsene können getauft werden.

Was ist eine Taufe?

Egal ob bei einem Kind oder bei einem erwachsenen Menschen: Die Taufe ist in erster Linie die Zusage der unzerstörbaren Liebe Gottes und des Segens Gottes. Mit dem Akt der Taufe wird der Täufling zugleich in die Gemeinschaft der Christinnen und Christen aufgenommen, denn Christsein ( d.h. nicht nur getauft sein, sondern als Getaufter leben) ist in der Bibel von Anfang an auf das gegenseitige Bestärkt werden und Teilhaben in der Gemeinschaft mit anderen Christen bedacht.

Getauft wird im Auftrag Jesu Christi (Mt. 28) auf den dreieinen Gott, Vater, Sohn und Hl. Geist, und dreimalig mit Wasser, dem Symbol des Lebens. Danach wird der Täufling auf besondere Weise gesegnet.

In welchem Alter sollte getauft werden?

Die Taufe ist in jedem Lebensalter möglich.

Was spricht für die Kindertaufe?

Gottes Zuwendung gilt allen Menschen ohne Vorbedingung. Gott spricht dem kleinen Menschen seine Liebe zu, unabhängig davon, was er ist oder wie er sich verhält. Diese Tatsache wird durch die Taufe von Säuglingen und Kindern deutlich. Eltern erleben das Entstehen neuen Lebens häufig als Wunder und wollen ihr Kind unter Gottes besonderen Schutz stellen.

In der Regel werden auch in unserer Gemeinde kleine Kinder getauft. Warum sich Eltern dazu entschließen, drücken die folgenden Gedanken aus:

Endlich ist es da – nach Monaten des Wartens, der Vorfreude und der Vorbereitung. Ein kleines Menschenkind, an dem schon alles dran ist: Nase; Zehen und winzige Fingernägel. Die meisten Eltern spüren angesichts dieses Wunders eine große Dankbarkeit: Es ist für sie nicht selbstverständlich, dass ihre Tochter oder ihr Sohn lebt und gesund ist. Gleichzeitig ahnen sie die große Verantwortung, die auf sie zukommt: Sie werden das Kind versorgen, nach ihren Kräften vor Schaden behüten, ihm Werte vermitteln und es aufs Leben vorbereiten.

Vielen Eltern spricht der tiefe Wunsch aus dem Herzen, dass ihrem Kind nichts geschehen möge. Sie wünschen sich einen Schutz für das Neugeborene, den sie selbst nicht gewährleisten können. Viele wünschen sich auch, ihren Glauben an Jesus Christus, der sie selbst im Leben trägt, ihrem Kind weiterzugeben.

Im Ritus der Taufe kommen viele dieser Gefühle und Hoffnungen zur Sprache: Gebete und Lieder greifen den Dank der Familie für ihr neues Mitglied auf und richten sie an Gott. Fürbitten bringen Gesundheit, Aufwachsen und Wohlergehen des Kindes, aber auch die Eltern mit ihrer neuen Verantwortung vor Gott. Im Segen erhält die Familie eine Stärkung für ihren gemeinsamen Weg. Durch das Patenamt werden den Eltern Menschen an die Seite gestellt, die sie in der Sorge um ihr Kind unterstützen. Paten sollen Brückenbauer sein in die Gemeinde, in die ein Täufling aufgenommen wird.

Weit über all das und weit über unser Verstehen hinaus reicht jedoch das, was in der Taufe geschieht: Hier bindet sich Jesus Christus an das Leben dieses Kindes, bejaht es und sagt ihm ganz persönlich zu: „Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.“ (Jesaja 43, 1)

Wir möchten unser Kind taufen lassen. Können wir gleichzeitig kirchlich heiraten?

Das können Sie. Innerhalb des Traugottesdienstes kann auch getauft werden. Sprechen Sie mit Ihrem Pfarrer, ihrer Pfarrein!

Müssen Eltern verheiratet sein, wenn sie ihr Kind taufen lassen wollen?

Nein. Die Eltern des zu taufenden Kindes müssen nicht verheiratet sein. Allerdings sollten Sie sich einig sein in Ihrer Absicht, Ihr Kind taufen zu lassen.

Was kostet die Taufe?

Die Taufe ist kostenlos. Sie ist ein Geschenk Gottes. Wir freuen uns aber, wenn Sie z.B. etwas geben für unsere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen oder auch für ein soziales Projekt. Das kommt dann auch Ihrem Kind zugute bzw. Menschen, denen es schlechter geht.

Muss die Taufe im Gemeindegottesdienst stattfinden?

In unserer Gemeinde findet die Taufe bewusst in einem Gemeindegottesdienst statt. Denn mit der Taufe gehört der Täufling zur Gemeinschaft der christlichen Kirche. Unsere Gemeinde hat dabei die Aufgabe, den Täufling auch in seinem weiteren Leben in allen Fragen, Zweifeln und Hoffnungen tatkräftig zu unterstützen und zu begleiten. Die Gemeinde nimmt den Täufling auf und heißt ihn willkommen. Deswegen hat die Gottesdienstgemeinde ein Interesse daran, den Taufakt auch mitzuerleben - egal, ob der zu taufende Mensch noch klein oder schon groß ist.

Was geschieht bei einer Kindertaufe?

Im Neuen Testament (Markus 10, 13-16) hören wir, wie Jesus zu Kindern gestanden hat: er rief sie zu sich, legte die Hände auf sie und segnete sie. Daraus entstand die feste Überzeugung, dass bereits kleine Kinder zu Gott kommen dürfen, weil sie von Anfang an Gottes Kinder sein dürfen. Da kleine Kinder ihren Glauben noch nicht selbstständig bekennen können, wird bei einer Kindertaufe den Eltern und den Paten die Frage nach der Bereitschaft gestellt, ihr Kind im christlichen Glauben zu erziehen, denn nur, wo Kinder gute Erfahrungen machen, können sie sich später wirklich auch dafür entscheiden: ich bin froh, getauft zu sein. Ich möchte als Christ leben. Als Gemeinde bekennen wir bei jeder Taufe gemeinsam unseren Glauben mit den Worten des Apostolischen Glaubensbekenntnisses. In dieses gute Erbe unseres Glaubens sollen auch die Täuflinge hinein wachsen.

Als Erinnerungszeichen an den Moment der Taufe wird eine Taufkerze entzündet. Diese kann man im fachhandle oder auch übers Internet kaufen, sie kann aber auch von Eltern oder Paten selbst gestaltet werden. Dann ist sie etwas Persönliches und verbindet auf besondere Weise. Schön ist es, wenn die Taufkerze auch immer mal wieder brennen darf: z.B. beim Geburtstag, dem Besuch des Paten, der Patin oder bei einer der Tauferinnerungsfeiern der Kirchengemeinde, die jährlich stattfinden.

Was geschieht bei einer Erwachsenentaufe?

Im Prinzip nichts anderes als bei einer Kindertaufe: Bei der Taufhandlung erinnern wir uns an die bleibende Aufgabe, Menschen im Namen Jesu zu taufen. Dazu hören wir auf die Worte des so genannten „Taufauftrages“ Jesu aus der Bibel (Matthäus 28, 19f). Die Taufe selbst geschieht, indem die Pfarrerin oder der Pfarrer den Kopf des Täuflings dreimal mit Wasser begießt und dazu spricht: „Ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Die Getauften bekommen einen Taufspruch aus der Bibel zugesprochen. Und sie werden in besonderer Weise gesegnet. Erwachsene entscheiden ihren Schritt für sich selbst. Sie brauchen deshalb keine Paten. Bei Kindertaufen erhalten die Patinnen und Paten Patenurkunden.

Wie melde ich eine Taufe an?

Bei Taufen ist eine Frist von ca. zwei bis drei Monaten sinnvoll, auch in Ihrem eigenen Interesse, denn eine möglicherweise anschließende Familienfeier will auch geplant sein. Bei Erwachsenentaufen geht oft auch der Besuch eines Glaubenskurses o.ä. voraus. Angemeldet wird die Taufe übers Pfarramt. An welchen Sonntagen Taufen stattfinden bzw. welche Tauftermine noch frei sind, klären Sie am besten übers Pfarramt. Unsere Gemeinde hat Taufsonntage, in der Regel 1x im Monat.

Welche Vorbereitungen sind für die Taufe eines Kindes nötig?

In der Regel benötigen die Patinnen und Paten eine Patenbescheinigung (aktuelle Mitgliedsbescheinigung ausgestellt vom Pfarramt am Wohnort der Paten). Wenn jemand Patin und Pate wird, der zu unserer Gemeinde gehört, ist dies nicht nötig.
Wenn Sie als Eltern ein Familienstammbuch haben, kann dort die Taufe eingetragen werden. Wenn nicht, wird die Taufe in einer Taufurkunde dokumentiert, die Sie von der Gemeinde erhalten.
Auf jeden Fall brauchen Sie eine Geburtsurkunde des Kindes (manche Standesämter stellen auch so genannte „Bescheinigungen für religiöse Zwecke“ aus.) Zur Vorbereitung der Taufe findet zwischen der Pfarrerin oder dem Pfarrer und den Eltern – wo es möglich ist auch mit den Paten – ein Taufgespräch statt.

Was ist ein Taufgespräch?

Vor der Taufe wird ein Taufgespräch mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer vereinbart, in dem u.a. über die Bedeutung der Taufe, den Ablauf des Gottesdienstes und mögliche Taufsprüche gesprochen wird. Der Taufspruch ist ein Vers aus der Bibel. In ihm soll etwas von Gottes Verheißung an den Täufling zum Ausdruck kommen. Unter www.taufspruch.de o.ä. finden Sie viele Beispiele von Taufsprüchen, oft auch mit Erklärungen aus welchen Zusammenhang in der Bibel sie kommen.

Gibt es Taufgespräche auch bei der Taufe von Jugendlichen oder Erwachsenen?

Dem Taufgottesdienst gehen sinnvoller Weise ein Konfirmandenkurs oder ein Glaubenskurs zumindest aber ein oder mehrere Taufgespräche voraus. Der Täufling kann so den christlichen Glauben näher kennen lernen. Denn noch wichtiger als getauft zu sein, ist es als Getaufter, den Glauben leben zu wollen. Taufe zielt immer auf Glaube und soll eingebettet sein in der Gemeinschaft der Glaubenden.

Darf bei der Taufe fotografiert werden?

Leider nicht. Wir bitten die Taufgäste grundsätzlich, davon abzusehen – auch im eigenen Interesse. Ein Gottesdienst ist hoffentlich immer auch etwas uns heiliges. Lieber sollten Sie sich nach dem Gottesdienst noch ein paar Minuten Zeit nehmen, Bilder mit den Angehörigen und Freunden, den Paten, den Eltern und Familienmitgliedern am Taufstein zu machen. Auch ihr Pfarrer ist gerne bereit, sich für ein Foto zur Verfügung zu stellen.

Können Eltern ihr Kind taufen lassen, wenn sie nicht Kirchenmitglieder sind?

Ja, aber es ist freilich nur bedingt sinnvoll. Jeder Täufling braucht die Unterstützung von Menschen, die Ihren christlichen Glauben mit ihnen teilen und sie fördern. Mindestens ein Elternteil sollte darum Mitglied der Ev. Kirche sein. Nur in Ausnahmefällen kann hiervon abgewichen werden. Dann braucht es eine/n Paten, die die Brücke zur Kirche und Gemeinde leben und Mitglied sind. Sprechen Sie darüber bitte mit dem zuständigen Pfarrer.

Alles rund ums Patenamt

Wer kann Pate oder Patin werden?

Patinnen und Paten müssen einer christlichen Kirche angehören. Mindestens eine Patin oder ein Pate sollte am besten auch wie der Täufling der evangelischen Kirche angehören und konfirmiert sein. Freunde oder Familienmitglieder, die keiner Kirche angehören, können nicht Patin oder Pate werden. Wir respektieren die Entscheidung von Menschen, aus verschiedensten Gründen nicht (mehr) Mitglied einer christlichen Kirche zu sein, möchten aber auch, das respektiert wird, dass wir nur Mitglieder einer Kirche auf ihr Patenamt verpflichten wollen im Sinne der Kirche Brücken zu bauen für die Täuflingen in die Kirche hinein., Sie können aber als Taufzeugen gerne in das Geschehen eingebunden sein. Die Patin und der Pate sollte natürlich bei der Taufe anwesend sein.

Was tut ein Pate oder eine Patin?

Der Pate oder die Patin (Abkürzung für lateinisch „Pater spiritualis“ = “Geistlicher Vater“) übernimmt im Auftrag Gottes und der Kirche eine Mitverantwortung für das Patenkind. Die Patin oder der Pate versprechen in der Tauffeier, gemeinsam mit den Eltern dem Kind nicht nur von seiner Taufe zu erzählen. Sie wollen mithelfen, dem Kind zu einem eigenen Zugang zum christlichen Glauben zu verhelfen – zum Beispiel, indem sie ihm von Jesus Christus erzählen, mit ihm beten und den christlichen Glauben vorleben oder mitnehmen in die Gemeinde. Erwachsene, die getauft werden, benötigen keine Paten im eigentlichen Sinne. Vertraute Menschen, die Gesprächspartner sind und segnend hinter einem stehen, machen aber durchaus viel Sinn.

Wie viele Patinnen oder Paten sind notwendig?

Mindestens eine/r, in der Regel sind es zwei Paten. Mindestens eine Patin oder ein Pate sollte der Kirche angehören, zu der auch der Täufling gehört; die weiteren können Mitglieder einer anderen christlichen Kirche sein (z.B. katholische Kirche oder viele Freikirchen wie Baptisten, Methodisten...). Im Zweifelsfall fragen Sie.

Warum ist eine Patenbescheinigung nötig?

Patinnen und Paten müssen ihre Kirchenmitgliedschaft mit einer Patenbescheinigung nachweisen. Mit der Patenbescheinigung bestätigt die Kirchengemeinde, in der Sie wohnen, dass Sie das Patenamt übernehmen können. Evangelische Kirchenmitglieder erhalten die Patenbescheinigung übers Pfarramt Ihrer Gemeinde. Wenn jemand Patin und Pate wird, der zu unserer Gemeinde gehört, ist dies nicht nötig.

Taufe und Konfirmation

Können Jugendliche konfirmiert werden, die nicht getauft sind?

Um konfirmiert zu werden, muss jemand getauft sein, denn die Konfirmation ist so etwas wie die Bestätigung der eigenen Taufe. Bei der Konfirmation bekennen die Jugendlichen dann selbst, was Eltern und Patinnen und Paten bei ihrer Taufe stellvertretend bekannt haben. Allerdings kann jeder Jugendliche – ob getauft oder nicht - am Konfirmandenunterricht teilnehmen. Er oder sie wird dann kurz vor der Konfirmation oder am Konfirmationstag selbst getauft. Bei der Taufe eines Erwachsenen fallen Taufe (Gottes Ja zu uns) und Konfirmation (unser Ja zu Gott) ineinander.

Können Nichtgetaufte am Religionsunterricht in der Schule und an kirchlichen Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche teilnehmen?

Ja. Der schulische Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach steht allen Schülern und Schülerinnen offen. Das gilt selbstverständlich genauso für alle Veranstaltungen in unserer Gemeinde - Krabbelgruppen, Kinder- und Jugendgruppen, Freizeiten, Konfirmandenkurs usw. – wie für alle Gottesdienste. Kinder ohne Kirchenzugehörigkeit können auf Antrag (Formular gibt die Schule aus) gerne am Religionsunterricht teilnehmen.

Wiedereintritt oder Übertritt in eine (andere) Kirche

Muss ich mich erneut taufen lassen, wenn ich die Konfession wechsle oder wieder eintrete?

Nein, ein Austritt aus der Kirche macht die Taufe nicht rückgängig. Die Taufe ist im Verständnis aller christlichen Kirchen etwas Einmaliges und kann daher nicht wiederholt werden. Was Gott verspricht und zusagt, das gilt lebenslang. Auch wenn jemand austritt aus einer Kirche, bleibt er getauft. Bei einem Wiedereintritt in die ev. Kirche oder bei einem Übertritt in die römisch-katholische Kirche wird also nicht noch einmal getauft.

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