Willkommen
bei der Evangelischen Kirchengemeinde Illertissen

Wir feiern weiterhin Gottesdienste
in unseren Kirchen

unter Beachtung der aktuellen Regeln.

Unsere Kirchen sind offen für Ihre persönliche Andacht
Christuskirche Illertissen Montag - Freitag von 10-18 Uhr
Versöhnungskirche Altenstadt Montag - Freitag 10-17 Uhr

Gruppen und Gemeindekreise
müssen weiterhin leider ruhen
(siehe unter Gruppen und Kreise).

Die Losung von heute

Der HERR hatte sie fröhlich gemacht.

Esra 6,22

Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.

Lukas 10,20

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
Weitere Informationen finden Sie hier

Die Jahreslosung

Seid barmherzig wie auch unser Vater im Himmel barmherzig ist.

Lukas 6,36

Liebe Besucher unserer Homepage

Frohe Ostern wünsche ich Ihnen, bewusst mitten hinein gesagt in Ihre und meine Welt, die gerade wenig froh und hoffnungsvoll stimmt. Die dritte Welle der Pandemie rollt über Deutschland, ja die ganze Welt und die Zukunft bleibt weiter offen und verheißt nicht nur Gutes

Frohe Ostern wünsche ich Ihnen dennoch, weil Gott mitten in einer Welt von Versagen und Tod schon Ostern hat werden lassen. Wir feiern Ostern, weil Jesus Christus, der Gekreuzigte auferstanden ist. Damit wir eine Hoffnung haben, stärker als der Tod. Eine Hoffnung nicht aus uns. Wir feiern unsere Freude über Gott. Wir feiern:

Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden.

Und doch ist unser Feiern nicht losgelöst vom Leid dieser Welt, ganz im Gegenteil. Zu Ostern gehört untrennbar der Karfreitag. Das eine ist nicht zu begreifen ohne das andere. Leid und Tod wird nicht geleugnet, sondern ernst genommen. Jesus musste auch sterben.
Aber Ostern setzt allem Sterben und Leid eine Grenze. Ostern verkündigt, dass dem Tod der Stachel genommen ist. Er hat nicht das letzte Wort. Es wird nicht endlos so weiter gehen. Wir haben begründete  Hoffnung. In Christus hat Gott bereits begonnen, diese Welt zu erlösen.
Es ist keine ungetrübte Freude, die wir heuer an Ostern feiern, es ist vielleicht sogar mehr eine verhaltene, sehnsüchtige Freude, die sich aber unaufhaltsam in unser Leben einmischt, weil sie von Gott kommt.

Selbst der biblische Ostermorgen beginnt noch mit einem, "sie liefen weg vom Grab voller Erschrecken und Freude. " Noch viel zu sehr waren sie gefangen von den Bildern des Todes die Tage zuvor: dem Tod Jesu und mit ihm dem Tod all ihrer Hoffnungen.

Und auch wir sind noch wie gefangen mit unserem Blicken auf steigende Inzidenzzahlen, und der erschreckend hohen und immer weiter steigenden Zahl an Menschen, die zu Grabe getragen werden müssen. Menschen, die leben wollten. Und dazu kommen mehr und mehr Nachrichten, von Menschen aus Einzelhandel und Gastronomie, die aufgeben und ihre Hoffnungen endgültig begraben.

Paulus rät seiner Gemeinde in großer Not überraschender Weise: Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet.

Ein fröhlich sein in Hoffnung, die aber nicht gegründet ist auf das, was die Menschen vor Augen haben, was sie gerade erleben, sondern ihren  Grund hat in Gottes Tun.

Unsere christliche Hoffnung macht sich an Ostern fest. Da kommt sie her. Von daher hat sie ihre Lebendigkeit und Widerstandskraft.

Paulus legt wegen Christus Einspruch ein in die drohende Verengung unseres Blickes. Er erinnert uns: Ostern ist schon geschehen. Christus ist auferstanden. Ostern wird aber auch noch erst werden. Ist auch unsere Zukunft von Gott her. Darauf leben wir zu.

Mitten in der Krise ist das nur schwer zu glauben, ich weiß. Darum gilt es, dass wir uns gegenseitig bestärken und üben: im fröhlich sein in Hoffnung: Indem wir Paulus beim Wort nehmen, es aber von hinten anfangen und uns nach vorne "durcharbeiten".

Dietrich Bonhoeffer sagte: Unterschätzt nicht die Macht des Gebetes.  Sie ist die Brücke hin zu Gott, der lebendig macht und erhält und die Geschicke dieser Welt immer noch lenkt.

Von ihm her kommt uns eine Zukunft entgegen, die nicht nur bestimmt sein wird von dem, was wir tun und Lassen oder was ein Virus anrichtet. Das anhaltende Gebet kann uns zu Menschen machen, die auch in Krisenzeiten mit ihrem Gott rechnen und auf ihn hoffen, die darum in Geduld aushalten in Erwartung und Vorfreude auf Gottes Zusagen. Das ist nichts passives, im Gegenteil:  die deswegen ihrerseits nicht aufhören zu tun, was in ihrer Macht steht, was die Not wendet und Gottes Tun entspricht. Kurz: was Zukunft hat.

Wir sind als Christen zu einer lebendigen Hoffnung berufen. Dürfen eine Freude über Gott im Herzen tragen, die sich in der Gewissheit nährt, dass die jetzige Krise nicht endlos sein wird. Denn Gott hat allem Leid eine Grenze gesetzt. Ostern ist schon. Und Ostern wird werden.

So wünsche ich Ihnen eine gesegnete Osterzeit in der zuversichtlichen Hoffnung, dass wir uns bald auch ohne Einschränkungen wieder werden treffen und begegnen können in Gottesdiensten, zu Gruppen und Kreisen und zu besonderen Veranstaltungen.

Ihr Pfarrer Hans-Joachim Scharrer

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