Willkommen
bei der Evangelischen Kirchengemeinde Illertissen

Wir feiern weiterhin Gottesdienste
in unseren Kirchen

unter Beachtung der aktuellen Regeln.

Unsere Kirchen sind offen für Ihre persönliche Andacht
Christuskirche Illertissen Montag - Freitag von 10-18 Uhr
Versöhnungskirche Altenstadt Montag - Freitag 10-17 Uhr

Gruppen und Gemeindekreise
sind unter Hygieneauflagen wieder möglich
(siehe unter Gruppen und Kreise).

Die Losung von heute

Singet fröhlich Gott, der unsre Stärke ist!

Psalm 81,2

In allem erweisen wir uns als Diener Gottes: als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben und doch alles haben.

2. Korinther 6,4.10

© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine
Weitere Informationen finden Sie hier

Die Jahreslosung

Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen

Johannes 6,37

Liebe BesucherInnen unserer Homepage

„Krieg darf nach Gottes Willen nicht sein.“, so die Vollversammlung des ökumenischen Rates der Kirchen 1945 nach den bitteren und grausamen Erfahrungen des 2. Weltkrieges. „Nie wieder Krieg“, hieß es. Jetzt gut 80 Jahre später ist auch in Europa wieder Krieg und wir trauern und bangen mit den Menschen der Ukraine, die um ihr Land und Leben kämpfen und der Willkür einer Großmannssucht ausgeliefert sind.

Das, was da gerade geschieht, ist menschenunwürdig und steht im krassen Widerspruch zu dem, was christlicher Glaube im Namen Jesu vertritt und lebt. Statt Gottes Blickrichtung zu folgen und als unsere Aufgabe zu sehen, den Schwachen zu schützen und ihm aufzuhelfen, zu versöhnen und zu heilen, jedem Menschenleben mit Würde und Respekt, ja allem Leben mit Ehrfurcht zu begegnen, …, regiert erneut ein selbsterklärtes Recht des Stärkeren, dem ein Menschenleben offensichtlich nichts bedeutet und dem die Wahrheit nichts wert ist.

Das weckt unseren Widerspruch mit all dem, was uns als Christen von Gott her heilig ist für eine menschliche und lebenswerte Welt.

Nein: Krieg darf nach Gottes Willen nicht sein. Gott will den Frieden.

Als Christen und Gemeinde Jesu Christi widersprechen wir jeglicher Logik von Gewalt und Gegengewalt, von Aufrüstung und Drohgebärden, um seinen Willen durchzusetzen. Christus hat uns weiß Gott Besseres gelehrt. Wir wollen in seinem Namen auf eine Sprache achten, die nicht miteskaliert und -aufrüstet, sondern von einem Hl. Geist geprägt bleibt. Wir wollen das Tun, was Jesus vorgelebt hat an Gottvertrauen und Menschenliebe und nicht einer Logik des Stärkeren, das nur das besiegen will, folgen. Wir beten bewusst im Vaterunser: Dein Reich komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden…

Von daher bin ich sehr, sehr dankbar für die wunderbare Hilfsbereitschaft in den Nachbarländern Osteuropas, aber auch erneut bei uns, geflohene Frauen, Kinder und Alte aufzunehmen und zu versorgen, und für den Frieden betend und tatkräftig einzutreten.

Weil wir mit Gott rechnen, wollen wir Zeichen setzen von Menschlichkeit und Hoffnung, die nachhaltiger sein werden, wirkmächtiger als alle Gewalt, jeder Krieg. Wir wollen weiterhin aus tiefer Überzeugung zeigen, woran wir glauben. Und in welcher Welt wir leben wollen für uns und unserer Kinder.

Wir wollen uns als Gemeinde mit unseren Gottesdiensten, Treffpunkten und Veranstaltungen, zu denen wir Sie herzlich einladen, stärken und ermutigen, miteinander einzutreten für Frieden und ein selbstbestimmtes Leben, festgemacht an einem Gott, der in die Freiheit führt. Und dabei dem unseligen Motto wehren: der Zweck heilige die Mittel. Es gibt Mittel und Wege, die sind nicht gut genug, nicht wahr genug, um glaubwürdig zu sein als Christ, ja nicht einmal als Mensch wie dieser Krieg nur zu deutlich und leidvoll offenbart.

Wir wollen unser Teil dazu beitragen, dass diese Erde ihr menschliches Gesicht behält und von Gottes Hoffnung weiß. Und auch einstimmen in Gebete wie das der vereinten Nationen von 1948:

Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall.
An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen,
dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden,
nicht von Hunger und Furcht gequält,
nicht zerrissen in sinnlose Trennung
nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung.
Gib uns Mut und Voraussicht,
schon heute mit diesem Werk zu beginnen,
damit unsere Kinder und Kindeskinder
einst stolz den Namen Mensch tragen.

Ihr Pfarrer Hans-Joachim Scharrer

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